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Blogbeitrag

Der Unterschied zwischen eigener und fremder Energie

Wie du erkennst, was wirklich zu dir gehört – und was du loslassen darfst.

Der Unterschied zwischen eigener und fremder Energie

von | Dez. 22, 2025 | Clearing | 0 Kommentare

Wenn sich dein eigenes Leben plötzlich fremd anfühlt

Du sitzt im Auto nach einem Familienessen. Eigentlich war es ein schöner Abend. Niemand hat gestritten, das Essen war gut, alle waren freundlich. Und trotzdem fühlst du dich, als hätte dir jemand einen Rucksack voller Steine auf die Schultern gelegt.

Oder du wachst morgens auf mit Gedanken, die sich nicht wie deine anfühlen. Eine Schwere, eine Sorge, eine Unruhe – aber wenn du genauer hinschaust, weisst du gar nicht, woher sie kommt. Es gibt keinen konkreten Grund. Nichts ist passiert. Und doch ist da dieses Gefühl.

Vielleicht kennst du auch das: Du bist gut gelaunt, triffst eine bestimmte Person – und eine Stunde später bist du erschöpft, gereizt oder traurig. Ohne dass irgendetwas Konkretes vorgefallen wäre.

Oder es war kein harmloser Abend – sondern eine Trennung, die dich nicht loslässt. Du denkst ständig an deinen Ex-Partner, obwohl du weisst, dass es vorbei ist. Du fühlst eine Panik vor dem Alleinsein, die sich überdimensional anfühlt. Oder du hast einen Streit miterlebt – nicht einmal deinen eigenen – und trägst die Anspannung noch Tage später mit dir herum.

All das können Hinweise sein, dass du nicht nur deine eigene Energie trägst.

Was energetisches Clearing genau ist und wie es funktioniert, erfährst du in meinem umfassenden Guide: guide-energetisches-clearing

Die Psychologie kennt dieses Phänomen als emotionale Ansteckung oder Stimmungsübertragung. Wir Menschen sind soziale Wesen – unsere Spiegelneuronen lassen uns mitfühlen, was andere fühlen. Das ist wundervoll und macht uns empathisch. Doch manchmal geht dieses Mitfühlen so weit, dass wir Gefühle übernehmen, die gar nicht unsere eigenen sind. Energetisch betrachtet bedeutet das: Wir tragen plötzlich etwas in unserem Feld, das nicht zu uns gehört.

In diesem Artikel zeige ich dir, warum die Unterscheidung zwischen eigener und fremder Energie so wichtig ist, woran du den Unterschied erkennst – und wie du mit einer einfachen Übung mehr Klarheit bekommst.

Wer nach aussen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht. – Carl Gustav Jung

1. Warum diese Unterscheidung so wichtig ist

Stell dir vor, du versuchst ein Problem zu lösen, das gar nicht deins ist. Du arbeitest daran, denkst darüber nach, investierst Energie – aber es bewegt sich nichts. Weil die Lösung gar nicht bei dir liegt.

Genau das passiert, wenn wir fremde Energie für unsere eigene halten.

Wir gehen zur Therapie wegen einer Traurigkeit, die eigentlich von unserer Mutter stammt. Wir nehmen Medikamente gegen eine Erschöpfung, die entsteht, weil wir ständig die Energie unseres Umfelds aufnehmen. Wir zweifeln an uns selbst, obwohl der innere Kritiker, den wir hören, eigentlich die Stimme eines anderen ist.

Das ist nicht nur frustrierend. Es ist auch erschöpfend. Und es hält uns davon ab, das zu heilen, was wirklich unsere eigene Arbeit ist.

Bevor du versuchst, etwas zu heilen, frage: Gehört es überhaupt zu mir?

Die Unterscheidung zwischen eigener und fremder Energie ist deshalb der erste und wichtigste Schritt in jeder energetischen Arbeit. Sie gibt dir Klarheit. Sie spart dir Zeit und Kraft. Und sie ermöglicht echte Veränderung.

2. Woran du eigene und fremde Energie unterscheiden kannst

Es gibt kein Messgerät für Energie. Keine App, die dir sagt: Das ist deins, das nicht. Die Unterscheidung passiert über deine eigene Wahrnehmung. Und ja, das lässt sich trainieren.

Hier sind die wichtigsten Hinweise, die auf fremde Energie deuten können:

Plötzliches Auftreten ohne erkennbaren Auslöser

Deine eigenen Emotionen haben normalerweise eine Geschichte. Du kannst sie zurückverfolgen zu einem Gedanken, einer Erinnerung, einem Ereignis. Fremde Energie taucht oft aus dem Nichts auf. Eben warst du noch gut drauf, und plötzlich – ohne dass etwas passiert wäre – kippt deine Stimmung.

Frage dich: Kann ich nachvollziehen, woher dieses Gefühl kommt? Gibt es einen konkreten Auslöser?

Eine Qualität, die sich fremd anfühlt

Das ist subtiler und braucht etwas Übung. Aber deine eigene Traurigkeit fühlt sich anders an als die Traurigkeit eines anderen, die du trägst. Deine eigene hat eine bestimmte Tiefe, einen bekannten Geschmack. Fremde Energie fühlt sich oft etwas «daneben» an – wie ein Kleidungsstück, das nicht richtig sitzt.

Frage dich: Fühlt sich das an wie meine Art von Traurigkeit, Angst oder Wut? Oder ist da etwas Fremdes darin?

Zusammenhang mit bestimmten Menschen oder Orten

Wenn du merkst, dass bestimmte Gefühle oder Zustände immer nach dem Kontakt mit einer bestimmten Person auftreten – oder immer an einem bestimmten Ort – ist das ein starker Hinweis. Dein System reagiert auf die Energie dort.

Frage dich: Wann hat dieses Gefühl angefangen? Mit wem war ich zusammen? Wo war ich?

Widerstand gegen normale Lösungen

Du hast schon alles versucht. Therapie, Coaching, Meditation, Sport, Ernährungsumstellung. Nichts hilft wirklich – oder nur kurz. Das kann bedeuten, dass du am falschen Ort suchst. Dass das, was du zu heilen versuchst, gar nicht von dir stammt.

Frage dich: Habe ich schon vieles probiert, ohne dass sich grundlegend etwas verändert hat?

Körperliche Reaktionen ohne medizinische Ursache

Kopfschmerzen nach bestimmten Begegnungen. Magendrücken in gewissen Situationen. Plötzliche Müdigkeit ohne körperliche Erklärung. Der Körper ist oft sensibler als der Verstand und zeigt uns, wenn wir etwas tragen, das nicht zu uns gehört.

Wichtig: Bei körperlichen Beschwerden ist ein medizinischer Check immer sinnvoll. Wenn Ärzte keine Ursache finden, kann die energetische Perspektive eine wertvolle Ergänzung sein – sie ersetzt jedoch keine ärztliche Abklärung.

Frage dich: Gibt es körperliche Reaktionen, für die Ärzte keine Erklärung finden?

3. Praktische Übung: Der Energie-Check

Diese Übung kannst du immer dann machen, wenn du unsicher bist, ob ein Gefühl oder ein Zustand wirklich zu dir gehört. Sie dauert nur wenige Minuten.

Was du brauchst: Einen ruhigen Moment, in dem du ungestört bist.

Schritt 1: Ankommen

Setz dich bequem hin. Füsse auf dem Boden. Lass deine Schultern sinken. Nimm drei tiefe Atemzüge – beim Einatmen Bauch weit werden lassen, beim Ausatmen alles loslassen.

Schritt 2: Das Gefühl lokalisieren

Richte deine Aufmerksamkeit auf das Gefühl oder den Zustand, den du untersuchen möchtest. Wo sitzt es in deinem Körper? Im Bauch? In der Brust? Im Kopf? Auf den Schultern?

Nimm es einfach wahr, ohne es zu bewerten oder verändern zu wollen.

Schritt 3: Die Kernfrage stellen

Jetzt stellst du innerlich die Frage – nicht mit dem Kopf, sondern so, als würdest du dein Innerstes befragen:

«Gehört das zu mir?»

Und dann wartest du. Nicht auf eine Antwort in Worten, sondern auf eine Reaktion in deinem System. Manchmal kommt ein klares Ja oder Nein. Manchmal ist es eher ein Gefühl von Zugehörigkeit oder Fremdheit. Manchmal verändert sich etwas im Körper.

Schritt 4: Den Unterschied spüren

Wenn die Antwort «Nein, das gehört nicht zu mir» ist – wie fühlt sich das an? Oft gibt es eine subtile Erleichterung. Ein leichtes Aufatmen. Ein «Ach so!»

Wenn die Antwort «Ja, das ist meins» ist – fühlt es sich trotz allem vertrauter an. Es hat eine andere Qualität. Es gehört zu deiner Geschichte.

Schritt 5: Abschliessen

Nimm noch einmal einen tiefen Atemzug. Wenn du gespürt hast, dass etwas nicht zu dir gehört, kannst du innerlich sagen:

«Ich erkenne, dass das nicht zu mir gehört. Ich bin bereit, es loszulassen.»

Das allein löst noch nicht alles, aber es ist ein erster wichtiger Schritt: die Bewusstwerdung.

Tipp: Mach diese Übung regelmässig – auch wenn es dir gut geht. So trainierst du deine Wahrnehmung und erkennst fremde Energie immer schneller.

4. Was passiert, wenn du es nicht unterscheidest

Vielleicht fragst du dich: Ist das wirklich so wichtig? Kann ich nicht einfach alles zusammen bearbeiten – egal woher es kommt?

Die kurze Antwort: Nein. Und hier ist, warum.

Mitgefühl bedeutet nicht, den Schmerz anderer zu übernehmen. Es bedeutet, bei ihnen zu sein, ohne dich selbst zu verlieren. – Brené Brown

Du arbeitest an den falschen Baustellen

Wenn du fremde Energie für deine eigene hältst, versuchst du Probleme zu lösen, die nicht lösbar sind – zumindest nicht durch dich. Du gehst vielleicht jahrelang in Therapie wegen einer Depression, die eigentlich von deiner Grossmutter stammt. Du machst Burnout-Prävention, obwohl das Problem ist, dass du die Erschöpfung deines Partners trägst.

Du erschöpfst dich unnötig

Fremde Energie zu tragen kostet Kraft. Ständig. Es ist, als würdest du in einer Wohnung leben, die nicht deine ist, und trotzdem jeden Tag putzen, aufräumen, renovieren. Du investierst – aber es wird nie wirklich deins. Und du wunderst dich, warum du so müde bist.

Du verlierst den Kontakt zu dir selbst

Wenn du nicht weisst, was von dir ist und was von anderen, verlierst du nach und nach das Gefühl für dich selbst. Deine eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Grenzen verschwimmen. Du weisst nicht mehr, was DU eigentlich fühlst – weil immer so viel anderes da ist.

Du wiederholst Muster, die nicht deine sind

Manche Menschen tragen Ängste, Überzeugungen oder Verhaltensweisen, die aus ihrer Familie stammen – aber nie wirklich ihre eigenen waren. Generationenübergreifende Muster. Solange du sie für «dein Thema» hältst, arbeitest du daran. Aber echte Auflösung passiert erst, wenn du erkennst: Das war nie meins.

«Manchmal ist die grösste Heilung die Erkenntnis, dass es nie dein Schmerz war.»

5. Auf einen Blick

Wenn du das Gefühl hast, du trägst etwas, das nicht wirklich von dir kommt – achte auf:

  • Plötzlichkeit ohne Anlass
  • Unvertraute Qualität des Gefühls
  • Körperreaktionen nach Begegnungen
  • Situationen, die alte Muster wiederholen

Und erinnere dich: Klarheit beginnt mit Wahrnehmung. Der erste Schritt ist nicht, alles zu «lösen», sondern zu erkennen, was wirklich zu dir gehört.

6. Der nächste Schritt

Die Übung in diesem Artikel hilft dir, mehr Bewusstsein zu entwickeln. Das ist der erste und wichtigste Schritt. Denn ohne Bewusstsein gibt es keine Veränderung.

Aber Bewusstwerdung allein reicht manchmal nicht aus.

Manche fremde Energien sitzen tiefer. Sie sind mit unserem System verwoben, manchmal seit Jahren oder Jahrzehnten. Sie loszulassen erfordert mehr als eine Atemübung – es braucht jemanden, der präzise hinschaut, genau unterscheidet und gezielt löst.

Wenn du den Unterschied einmal wirklich gespürt hast – wenn du erkennst, was zu dir gehört und was nicht – verändert sich etwas Grundlegendes. Dein Körpergefühl wird klarer. Dein Selbstgefühl stabiler. Dein Umgang mit anderen Menschen entspannter. Du hörst auf, Probleme zu lösen, die nie deine waren. Und hast endlich Energie für das, was wirklich zählt: dein eigenes Leben.

Genau das ist meine Arbeit.

In einer 1:1-Clearing-Session schauen wir gemeinsam, was sich in deinem Energiefeld zeigt. Ich unterscheide präzise zwischen dem, was zu dir gehört, und dem, was gehen darf. Und dann lösen wir – respektvoll, gründlich, in deinem Tempo.

Wenn du merkst, dass du etwas trägst, das nicht deins ist:

Hier findest du alle Infos zu meinem Energetischen Clearing und kannst direkt deinen Termin buchen: Energetisches Clearing

Falls du zuerst tiefer ins Thema einsteigen möchtest: In meinem umfassenden Guide erkläre ich die Grundlagen von energetischem Clearing ausführlich: Guide energetisches Clearing

Im nächsten Artikel widme ich mich einem Thema, das mir besonders am Herzen liegt: Energetisches Clearing für Tiere.

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